Stress, Nervenystem & Faszien

Steif, verspannt, Schmerzen?

Diese 5 Maßnahmen machen Dich schnell wieder geschmeidig

Steif, verspannt, Schmerzen? Dies 5 machen Dich schnell wieder beweglich
Steif, verspannt, Schmerzen? Dies 5 machen Dich schnell wieder beweglich

Stress versetzt unser Nervensystem in Alarm. Dies erhöht die Grundspannung in allen Muskeln und Faszien die für Flucht, Angriff oder Verteidigung erforderlich sind.

Bei Stress während des Sitzens kommt es zu anhaltender Spannungen in Hüftbeuger (Psoas) und Oberschenkelmuskulatur, welche im Anschluss die freie Ausrichtung des Beckens behindert und so auf Dauer Schmerzen im unteren Rücken begünstigt.

Angespannte Brustmuskeln und frontale Kette tragen zusätzlich dazu bei, uns in eine nach vorn gekrümmte Position zu ziehen, welche Aufrichtung und tiefes Atmen behindert. Eine Haltung, die langfristig zur Entwicklung eines versteifenden Buckels, nach vorn verschobener Kopf-/Halsregion sowie entsprechenden Nackenproblemen und Folgeerscheinungen wie Kopfschmerzen und tauben Händen beiträgt.

Aufgrund der engen Verflechtung von Nerven & Faszien wirkt diese Wechselbeziehung auch in umgekehrter Richtung:

Stehen unsere Faszien unter hoher Spannung, fühlen wir uns gestresst und finden keine innere Ruhe.

Da die meisten von uns nie gelernt haben, auf faszialer Ebene zu entspannen und loszulassen, führt dies mit der Zeit zu immer höherem Tonus.

Du fühlst Dich ruhelos, steif, unbeweglich – was mit der Zeit zum neuen Selbst wird.

Stress, Bewegungsmangel & dauernde Anspannung lassen uns steif werden und verursachen Schmerzen

Unbewegte und angespannte Faszien werden schlechter versorgt. Ihr Wassergehalt sinkt.

Die trockenere Faszie wird rau und beginnt, an nahegelegenen Strukturen wie Muskelgewebe, Knochen, Gelenken oder Haut zu haften.

Dies hemmt unsere Bewegungsfreiheit. Betroffene funktionelle Ketten arbeiten weniger effizient. Wir fühlen uns steifer und schwächer.

Wo nervenumgebende Faszienscheiden eintrocknen, führt dies zudem dazu, dass Nerven anhaften. So dass bei jeder Bewegung der betroffene Nerv gezerrt und gereizt wird. Die führt mit der Zeit zu Verletzungen und entsprechenden Missempfindungen.

All diese Schmerzen und Bewegungseinschränkungen werden dann typischerweise aufs Alter geschoben.

Um schmerzhafte Einengungen der Nerven (z.B. Karpaltunnelsyndrom) abzuheilen und dem ganzen Körper wieder zu optimaler Bewegungsfähigkeit zu verhelfen ist es erforderlich, fasziale Verklebungen zu lösen.

Hierzu trägt Alles bei, das das Fasziengewebe wieder elastischer und gleitfähiger werden lässt.

Top 5 für elastische Faszien

  • Strecken wie eine Katze (Pandiculation)
    Strecke Dich katzengleich. In jede Richtung, so weit Du Dich nur irgend bewegen kannst. Gefühl ist das eines Ganzkörpergähnens. Halte dies Endposition jeweils kurz, bis ein leichtes, lockerndes Zittern eintritt. Dann nochmal genüßlich Ausschütteln.

  • Ausschütteln
    verbessert den Lymphfluss, aktiviert Vagusnerv / Parasympathikus, hilft Stress und Anspannung abzuschütteln und unser Nervensystem zeitnah in eienn ausgeglichenen Zustand zurückzuversetzen

  • Myofasziale Releases
    fördern die Hydratation des Gewebes und lassen es wieder geschmeidiger werden.
    Sie sind anfangs oft schmerzhaft, Du kannst sie mittels eines geeigneten Balls (z.B. Lacrosseball) oder Massgehakens (Theracane) jedoch einfach selbst durchführen. Wenn Du dies eine Weile lang regelmäßig tust, spürst Du, wie der Bereich bald elastischer wird, Schmerzen nachlassen und sich Deine Bewegungsfreiheit erhöht.

    Bei der Wahl der Hilfsmittel kannst Du in vielen Fällen gut auf preiswerte Varianten zurückgreifen. Damit sich behandelte Bereiche tatsächlich und dauerhaft lösen können, ist es essentiell die Releases in der richtigen Reihenfolge und Kombination anzugehen.

  • Schwingende Bewegungen
    Bewegungen, welche fasziale Bahnen abwechselnd in die Länge ziehen und sich wieder zusammenziehen lassen sorgen für bessere Versorgung des Gewebes und beruhigen unser Nervensystem, was dem Kreislauf der Anspannung entgegenwirkt.

    Ausprobieren kannst Du dies, indem Du leichte Gewichte zur Hand nimmst und am entspannten Arm pendeln lässt — ähnlich dem Armschwung beim Gehen. Alternativ kannst Du jeweils beim Aufwärtsschwung einen kleinen Ball hochwerfen und mit der anderen Hand übernehmen.
    Sobald du Deinen Rythmus gefunden hast und genau weißt, worauf Du bei Haltung und Atmung achten kannst, bekommt die Bewegung eine meditative Qualität. Wenn Du Näheres dazu erfahren und selbst spüren möchtest, mail mir.

  • Cupping / unblutiges Schröpfen
    zieht durch Unterdruck Blut in verklebte, verhärtete, aktuell unterversorgte Bereiche und verbessert so Versorgung und Stoffwechsel — gerade in sehnennahen Regionen, die sich nur schwer greifen oder mit dem Faszienball behandeln lassen. Zur Selbstbehandlung eignet sich am besten ein Schröpfset mit Unterdruckpumpe

Quellen & weitere Infos

Stichworte: Nervensystem, Faszien, Anspannung, Gelassenheit, Wechselbeziehung, Faszientraining, Gehirn, Burnout-Prävention, Bewegung

Du hast aktuell Schmerzen

— warst bereits oft in Behandlung doch die Linderung hielt stets nur kurz an?